Freut euch, Soldaten Gottes!

“Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch!
(Philipper 4:4)

Dieser Beitrag wird ein bisschen lang, also habt bitte Geduld mit mir. Es wird eine Menge Bibelverse zu lesen geben. Aber ich glaube, dass der Herr damit etwas Schönes vermitteln will – eine edle Sache, die wir verfolgen können und an die wir uns erinnern sollen. Ich bin sicher, dass viele den obigen Bibelvers schon mal gelesen oder gehört haben und ihn sogar auswendig kennen. Doch wie können wir uns allezeit freuen? Hast du dir diese Frage schon mal gestellt? Ich möchte dir ein paar Dinge mitteilen, die Gott mich in den letzten Wochen in Bezug auf dieses Thema gelehrt hat, und ich warne dich schon mal vor, dass dies nichts für die Mutlosen ist! Dies ist für Soldaten – die guten und engagierten!

Wenn du jemals Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs gesehen hast, erinnerst du dich vielleicht an die Rede von König Théoden. Die Reiter von Rohan reiten tagelang ohne Unterbrechung, um schließlich an dem Kriegsort anzukommen, an dem die Menschheit kurz vor der Niederlage gegen die dunklen Mächte des Bösen steht. Ich weiß, dass du dich fragst, warum ich auf einmal über Herr der Ringe spreche, aber ich bitte dich, dir diese Szene erst mal bis zum Ende anzuschauen:

Hast du auch Gänsehaut bekommen? Als sie “Tod!” schreien nach ihrem König? Hast du die Gesichter der Orks ganz am Ende gesehen, als sie erkennen, dass diese Soldaten vor nichts Angst haben? Das Chaos und die Angst, die in ihrem Heer ausbricht, als die Reiter sich nähern?

Ich bin aber nicht hier, um nur über Herr der Ringe zu reden. Ich bin hier, um über die Armee Gottes zu sprechen. Ich bin hier, um über Soldaten zu sprechen. Wir alle wissen, wer der König dieser Armee ist: unser König Jesus Christus, unser Herr! Und wer sind seine Getreuen? Seine Jünger – UNS, wenn du dich auch als Nachfolger Christi bekennst!

In seinem Brief an seinen “Sohn” Timotheus schreibt der Apostel Paulus dies:

Nimm teil an den Leiden als ein guter Streiter Christi Jesu! Niemand, der Kriegsdienste leistet, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, damit er dem gefällt, der ihn angeworben hat.

2. Timotheus 2,3-4

Ein römischer Hauptmann zur Zeit Jesu erklärt auch eine einfache Tatsache über die Ordnung in einer Armee:

Sag nur ein einziges Wort, dann wird mein Diener gesund. Auch ich stehe unter höherem Befehl und habe andererseits Soldaten, die mir gehorchen. Wenn ich zu einem sage: ›Geh!‹, dann geht er. Befehle ich einem anderen: ›Komm!‹, dann kommt er. Und wenn ich zu meinem Diener sage: ›Tu dies!‹, dann führt er meinen Auftrag aus.«

Lukas 7,7b-8

Stell dir jetzt vor, du wärst in der Situation wie die Soldaten im Film; dein König befiehlt dir, bis zum Tod für den Sieg zu kämpfen. Wie wirst du antworten? Hör dir das an:

“Bis jetzt hat euch der Kampf gegen die Sünde noch nicht das Letzte abverlangt, es ging noch nicht um Leben und Tod. Trotzdem werdet ihr schon mutlos. Ihr habt wohl vergessen, was Gott euch als seinen Kindern sagt: »Mein Sohn, wenn der Herr dich zurechtweist, dann sei nicht entrüstet, sondern nimm es an, denn darin zeigt sich seine Liebe. Wie ein Vater seinen Sohn erzieht, den er liebt, so erzieht der Herr jeden mit Strenge, den er als sein Kind annimmt.« Wenn ihr also leiden müsst, dann will Gott euch erziehen. Er behandelt euch als seine Kinder. Welcher Sohn wird von seinem Vater nicht erzogen und dabei auch einmal streng bestraft?”
(Hebräer 12,4-7)

Weißt du, wie oft er uns dazu ermutigt, uns im Leiden zu freuen? (1. Petrus 4,13; Jakobus 1,2; Römer 5,3-5 usw.)

Also trennt euch ganz entschieden von einem Lebensstil, wie er für diese Welt kennzeichnend ist! Trennt euch von sexueller Unmoral und Ausschweifungen, von Leidenschaften und Lastern, aber auch von der Habgier, die den Besitz für das Wichtigste hält und ihn zu ihrem Gott macht! Gerade mit einem solchen Verhalten ziehen die Menschen, die Gott nicht gehorchen wollen, seinen Zorn auf sich. Auch ihr habt früher so gelebt und habt euch von diesen Dingen beherrschen lassen. Aber jetzt ist es Zeit, das alles abzulegen.
(Kolosser 3,5-8a)

Wer zu mir gehören will, darf nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern muss sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen.”
(Matthäus 16,24)

“Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen Mächte und Gewalten des Bösen, die über diese gottlose Welt herrschen und im Unsichtbaren ihr unheilvolles Wesen treiben.”
(Epheser 6,12)

Seht ihr, das ist meine Bitte an euch, mit mir zusammen auszuharren und sich mit mir über das Leiden für den himmlischen Königreich zu freuen! Es findet eine Erneuerung des Geistes statt, wenn wir Ihm für Seine Zurechtweisung danken und lernen, uns immer zu freuen. Denn schließlich werden wir eine himmlische Belohnung haben: ewiges Leben, Glückseligkeit und Freude! Wenn wir unsere Gedanken auf die himmlischen Dinge richten, erkennen wir, dass es Hoffnung wegen der Auferstehung gibt. Wir erkennen, dass es ewige Dinge gibt, die wir (noch) nicht sehen können, an die wir aber glauben müssen, damit wir an ihnen teilhaben können!

Der Herr sagte mir, dass dieses Jahr ein Jahr der Erneuerung sein wird. Wir werden lernen, Freude und Vergnügen am Gehorsam zu haben und nur Seinen Geboten und Seinen Wegen zu folgen. Wie Paulus sagt, versuchen gute Soldaten wirklich nur, dem befehlshabenden Offizier zu gefallen. Alles, was sie ablenkt, legen sie um Christi willen beiseite! Um also auf die Frage zurückzukommen, wie wir uns weiterhin jederzeit freuen können: Wir erinnern uns daran, wer wir sind – Seine Kinder – und dass wir Teil Seiner Armee sind. Wir fürchten Gott, wenn er sagt, dass es Leben gibt, wenn wir tun, was Er sagt: Ihn und unsere Nächsten zu lieben wie uns selbst; zu vergeben, mitzuleiden, großzügig, sanftmütig und demütig zu sein. Hinauszugehen in die ganze Welt und alle Menschen dazu aufzurufen, Seine Jünger zu werden! Sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen und sie zu lehren, alles zu befolgen, was Er uns aufgetragen hat. (Matthäus 28,19-20). Dazu verzichten wir auf jede Ablenkung, auf alle “Beschäftigungen des Lebens” und lassen unsere egoistischen, fleischlichen Begierden bewusst sterben durch die Kraft des Heiligen Geistes! Wir trennen uns von allen Anzeichen von Lust, sexueller Unmoral, bösen Begierden, Habgier und Unreinheit. Wir kommen ständig zu IHM ZUERST, um Zuflucht, Heilung und Befreiung zu erfahren. Wir bleiben wirklich in Ihm VERBUNDEN!

Der Atem Gottes kommt aus allen vier Winden, um die Armee Gottes wiederzubeleben! Er hat sie von überall auf der Welt gerufen, denn die Erfüllung seiner Verheißungen ist nahe! Er hat uns gesagt, dass wir unsere Lampen immer brennen lassen sollen. Brennt deine Lampe? Hast du Öl, um sie in dieser Jahreszeit brennen zu lassen? Wenn nicht, tue Buße und kehr um, flehe um Seine Gnade! Er ist treu und gerecht, uns zu vergeben, wenn wir unsere Sünden bekennen (1. Johannes 1,9).

Wir müssen bereit sein, Christen! Wir müssen den Weg für die Wiederkunft des Königs vorbereiten. Freut euch also, Soldaten Gottes! Freut euch! Er hat uns gelehrt, wie es geht! Ergreift eure Waffen, Tag und Nacht! Fastet, betet und lest sein Wort, Tag und Nacht! Lasst euch nicht von der Sünde überwältigen. Lasst euch nicht von der Dunkelheit besiegen. Wir dienen einem Gott, der Gott ist. Er ist Gott.

Amen. Ihm sei alle Ehre, Ruhm und Macht!

Träume, Visionen und Prophetie – nur für spezielle Auserwählte?

In diesem Post möchte ich der Frage nachgehen, ob nur besondere Christen Träume und Visionen haben und prophetisch reden. Ich möchte mir eine Bibelstelle anschauen und erklären, warum ich denke, dass man die Frage anders stellen sollte.

In Joel Kapitel 3 Verse 1-4 verheißt Gott seinen Geist: “»Wenn dies geschehen ist, will ich, der Herr, alle Menschen mit meinem Geist erfüllen. Eure Söhne und Töchter werden aus göttlicher Eingebung reden (weissagen), die alten Männer werden bedeutungsvolle Träume haben und die jungen Männer Visionen; ja sogar euren Sklaven und Sklavinnen will ich in jenen Tagen meinen Geist geben. Am Himmel und auf der Erde werdet ihr Wunderzeichen sehen: Blut, Feuer und dichten Rauch. Die Sonne wird sich verfinstern und der Mond blutrot scheinen, bevor der große und schreckliche Tag kommt, an dem ich Gericht halte.” (HFA)

Gott sagt hier, dass Er zu Endzeiten seinen Geist so großzügig an alle Menschen ausgießen wird, dass gefühlt alle Christen prophetisch reden und Träume und Visionen haben werden. Es wird also nichts spezielles mehr werden, sondern etwas ganz normales für Christen, unabhängig vom Geschlecht und Alter. Es wird immer mehr Alltag für uns alle werden. Wenn Sie den Geist Gottes in sich haben, dann können Sie auch prophetisch reden und Träume und Visionen haben. Sie müssen nur danach fragen und es vom Herzen glauben und wertschätzen. Ich kann die Frage also, die ich am Anfang gestellt habe, mit einem eindeutigen NEIN beantworten.

Jedoch befinden wir uns gerade in einer spannenden Zeit, wo viele Christen vor der Entscheidung stehen, Gottes Worte in dieser Hinsicht anzunehmen oder abzulehnen. Immer mehr Christen fangen an, prophetisch zu reden. Viele Menschen auch in meinem Umfeld haben seit Anfang 2020 sehr lebhafte Träume und Visionen. Ich selbst habe erst seit letztem Jahr Visionen; Träume hatte ich schon immer, aber sie sind im Laufe der Zeit immer häufiger geworden. (Ich erwähne in meinem Buch “LUX”, dass es für diejenigen, die in Berlin sind, daran liegt, dass Gott seit Anfang 2020 sein Wasser über diese Stadt ausgießt.) Es liegt also an uns zu entscheiden, ob wir im Glauben Gottes Wort annehmen oder nicht. Glauben Sie, dass der Geist Gottes, der in Ihnen wohnt, Ihnen prophetische Eingebungen und Träume und Visionen geben kann? Meinen Sie, es ist nichts für Sie, weil Sie selten oder gar nicht träumen? Das hat mein Papa auch gesagt, bis er vor ein paar Jahren angefangen hat, auch lebhafte Träume von Gott zu bekommen. Wenn Gott meint, dass es dran ist, dann ist es dran! Sie werden es schon merken, wenn Sie den Heiligen Geist haben, ob es für Sie dran ist.

Gott meinte einmal zu mir: “Seulji, meine Leute verachten mich, indem sie die Träume, die ich ihnen gebe, verachten. Deshalb schenke ich ihnen keine Träume mehr, weil sie es nicht wertschätzen.” Sind Sie dieser Mensch? Tun sie Träume ab, weil sie denken, es ist bloß eine Verarbeitung von den Sachen, die in Ihrem Unterbewusstsein sind? Haben Sie Angst, dass die Träume vom Teufel kommen könnten? Beides kann passieren, dafür können wir Gott gerne um die Gabe der Unterscheidung bitten (wenn man mit guten Motiven und Glauben den Vater um etwas bittet, dann bekommt man sie auch). Gottes Träume sind meist sehr lebhaft und haben eine klare Botschaft, die sich durch die Bibel auslegen und bestätigen lässt. Es dauern manchmal Jahre, bis man die vollständige Auslegung hat, aber ich vertraue Gott ganz fest, dass Er mich zum richtigen Zeitpunkt an die richtigen Träume erinnern wird. Ich ziehe mich nicht in Angst oder Zweifel zurück. Ich gehe mit all meinen Träumen zu Gott, weil ich weiß, dass nur Gutes von Ihm kommt und Er derjenige ist, der Weisheit und Einsicht hat.

Träume sind gute Geschenke von Gott, die man treu verwalten kann. Wenn man sie direkt nach dem Aufwachen aufschreibt, vergisst man die Details nicht leicht. Ich schreibe sie mir oft zuerst auf, dann frage ich Gott, ob der Traum von Ihm kam (mittlerweile weiß ich eigentlich fast immer sofort, ob es von Ihm kam oder nicht). Danach bitte ich den Heiligen Geist darum, mich zu einer Bibelstelle zu leiten. Ich notiere mir alle Sachen, die Gott mich verstehen lässt. Ich vertraue darauf, dass Gott derjenige ist, der Träume auslegt und Weisheit gibt. Genauso ist es mit Visionen. Oft sehen wir in Träumen und Visionen von der unsichtbaren Welt und von Engeln und Dämonen. Wenn Sie sich unsicher sind, dann studieren Sie die Bibel. Geben Sie z.B. das Wort “Engel” mal in der Bibel-App ein und schauen Sie sich alle Bibelverse an, die über Engeln und ihre Aufgaben und Charakteristiken reden. Dann haben Sie Gewissheit, dass Sie nichts falsches sehen. Es ist gut zu wissen, was man glaubt. Wir sehen und hören im Geist, nicht durch unsere leiblichen Augen und Ohren. Wenn wir in Zungen reden, beten wir z.B. auch im Geist – deshalb ist es so wertvoll, weil unser Geist durch das Sprachengebet mit Gott, der auch Geist ist, direkt kommuniziert und unser Geist dadurch auf geheimnisvolle Weise erbaut wird.

Ich wünsche mir, dass dieser Post Sie ermutigt, nicht länger Gott zurückzuweisen, wenn es um Träume, Visionen, Prophezeihungen und generell die Geistesgaben geht. Ja, natürlich sind eine Gruppe von Christen von Natur aus Propheten und blühen deshalb in der Gabe der Prophetie auf. Viele von ihnen haben auch fast alle Geistesgaben als Gesamtpaket, weil sie alles brauchen, um eine reine Sprachrohre zu sein. Aber das heißt noch lange nicht, dass Sie die Gaben auch nicht haben können! Das heißt nicht, dass Sie nicht auch Träume und Visionen haben können! Sie können Gott immer nach den Gaben fragen. Sie können die Geschenke mit Freude und Gewissheit annehmen, dass Gott Ihnen auch die Geschenke geben will, auch wenn Sie kein Prophet oder keine Prophetin sind. Studieren Sie Sein Wort und glauben Sie, was Er sagt! Haben Sie keine Angst davor, dass Sie etwas falsch auslegen oder Dinge vom Teufel sehen oder hören könnten. Es ist Stolz, dass man keine Fehler machen will. Wir sind alle Lehrlinge von Jesus. Wir sollen von Ihm lernen, mächtig und gleichzeitig demütig und sanftmütig zu sein. Wie soll man denn lernen, wenn man erst gar nicht damit anfängt? Gott wartet auf Sie, dass Sie anfangen, mit Gott über all das ehrlich zu reden.

Es passiert auch leicht, dass Christen sich kleiner oder schlechter fühlen, wenn sie selber keine Träume und Visionen haben oder prophetisch reden. Falls das bei Ihnen der Fall ist, dann brauchen Sie eine Erneuerung in Ihren Gedanken. Gott tickt nicht so wie die meisten dieser Welt. In Gottes Reich geht es nie darum, größer oder wichtiger zu sein. Es geht darum, dass so viele wie möglich Teil davon werden. Jeder hat andere Funktionen in der Gemeinde und wir sind so gemacht wie wir sind, weil das Leib Christi uns so braucht, wie wir sind. Jemand, die Sonntags Brötchen für Gottesdienstbesucher schmiert, ist genauso wertvoll wie jemand, die auf der Bühne Menschen heilt und prophezeiht. Glauben Sie Gottes Worte?

Gott will niemanden auslassen! Gott will mit seinen Söhnen und Töchtern durch Träume und Visionen reden und Ihnen prophetische Eingebungen geben! Er will mit uns darüber im Gespräch bleiben. Die richtige Frage, die man sich also stellen sollte, ist nicht “Hat Gott nur spezielle dafür auserwählt?” sondern “Nehme ich im Glauben an, dass ich den Heiligen Geist in mir habe, der mir göttliche Eingebungen und Träume und Visionen gibt?” Ich bete, dass Sie sich diese Frage ernsthaft stellen können und einen mutigen Schritt auf Gott zugehen können.

Berlin, den 07.03.2021
Seulji Chung